Am Sonntag, den 9. November endete am Atomwaffenlager Büchel die diesjährige 17. Fastenaktion bis zum Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland. Zusammen mit Reinhard Bergholtz und Dr. Matthias-W. Engelke, Köln, startete sie am 6. Januar 2026 mit insgesamt 20 Fastentagen über die Monate bis August verteilt, immer am 6. und 9. eines Monats - den Gedenktagen an die Zerstörung Hiroshimas und Nagasakis durch Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika.
In diesem Jahr wurden die Fastentage an den 6. eines Monats von Januar bis Juli eher im Stillen begangen, am 9. eines Monats mit Mahnwachen zusammen mit den Regionalgruppen Köln von pax Christi und Internationalen Versöhnungsbund mit einer Mahnwache in der Schildergasse, Köln. Der Abschluss der Fastenaktion war zusammen mit Fastenden aus London und Dijon und deutschen Quäkern. Dieser Abschluss stand unter dem Thema "Das prophetische Amt wahrnehmen - Beten wirkt, Schweigen wirkt, Frieden wirkt". Neben dem aktuellen Grußwort des Präses Dr. Thorsten Latzel der Evangelischen Kirche im Rheinland, s. u., wurde im Rahmen des Dauergebetes von 11.00 Uhr vom 8. August bis um 10 Uhr am 9. August auch das Grußwort des vormaligen Präses Manfred Rekowski verlesen und verschiedene Gebete, Gedichte und Beiträge zu jeder vollen Stunde eingebracht. Schließlich wurde die Fastenaktion mit einer Gedenkfeier ab 11.02 Uhr - dem Zeitpunkt der Zerstörung Nagasakis - und dem anschließenden Fastenbrechen beendet. Insgesamt haben ca. 45 Personen über die Tage verteilt an der Fastenaktion vor dem Atomwaffenlager Büchel teilgenommen.
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| Auftakt zum Dauergebet mit Marc, Leonie, Dieter, Etienne und Reinhard |
Auch in diesem Jahr stand das Dauergebet unter einem besonderen Thema: "Das prophetische Amt wahrnehmen - 'speak truth to power'". Eine weitere Besonderheit: Während der Fastenaktion kam es in diesem Jahr zum ersten Mal zu einem Gespräch von Teilnehmern der Fastenaktion mit dem Commodore des 33. Taktischen Luftwaffengeschwaders, Herrn Oberst Samuel Mbassa über die unterschiedliche Einschätzung der nuklearen Teilhabe Deutschlands und die Diskussion um Atomwaffen in Europa, speziell in Großbritannien und Frankreich. Dieses Gespräch soll weitergeführt werden.
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| Martin Otto berichtet von der Internationalen Woche |
Die Erfahrung der Ohnmacht im Eintreten für eine atomwaffenfreie Welt in unmittelbarer Nähe zur Allmachtsglauben der Atomwaffen und ihrer institutionellen Verankerung in einer ausbeuterischen Lebensweise und demokratiefeindlichen Strukturen - nur wenige Menschen befinden über ihren Einsatz, der die ganze Menschheit bedroht - wurde während dieser Tage aus- und durchgehalten und fand seinen Ausdruck im gemeinsamen Schweigen, Beten, Singen und unzähligen kleineren und größeren Gesprächen, die allesamt Mut machten, sich weiterhin dafür einzusetzen, dass Deutschland dem Atomwaffenverbotsvertrag beitritt und die Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika nicht länger sowohl für die zivilen wie für die uniformierten Bürger eine Zumutung darstellen und auf friedliche Weise aus Deutschland verschwinden.






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