Dienstag, 11. August 2020

Mainzer Erklärung und Pressemitteilung der Fastenden - vom 6. August 2020


Pressemitteilung der Fastenenden der diesjährigen 11. Internationalen Öffentlichen Fastenaktion bis zum Abzug aller Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika aus Deutschland, Büchel, und eine atomwaffenfreie Welt aus Anlass des Hiroshimagedenktages am 6. August 2020 in Mainz – 

Der Initiator der deutschen öffentlichen Fastenkampagne bis zum Abzug aller Atomwaffen der Vereinigten  Staaten von Amerika aus Deutschland, Pfarrer Dr. Matthias-W. Engelke erklärt: "Die Atomwaffen sind Inbegriff des Allmachtswahns, sie produzieren Angst und Ohnmacht."  

Die jährlichen Fastenaktionen des Initiativkreises gegen Atomwaffen, der Regionalgruppe des Internationalen Versöhnungsbundes Cochem-Zell zwischen dem 6. und 9. August, den Gedenktagen an die Vernichtung von Hiroshima und Nagasaki 1945, werden jährlich zu Beginn um einen Tag verlängert, bis alle  Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika aus Deutschland abgezogen sind. 

In diesem Jahr begann das öffentliche Fasten am 26. Juli auf Einladung der Sozialdemokratischen Bildungsinitiative, SBi, in Gau-Algesheim und endet am 9. August am Atomwaffenlager Büchel, Südeifel. Friedensgruppen von Mainz und die Mainzer Regionalgruppe des Internationalen Versöhnungsbundes haben in diesem Jahr das Fastenzelt für zehn Tage nach Mainz eingeladen. Anlässlich der Fastenaktion findet die Mainzer Aktionswoche statt. Sie findet heute ihren Höhepunkt mit einer Gedenkfeier mit Frau Ministerpräsidentin Dreyer, Herrn Bischof Kohlgraf und Herrn Oberbürgermeister Ebling (Mayors for Peace). 

Das öffentliche Fasten, so Engelke, kehrt die Ohnmacht nach außen und trägt es auf die Straße: Die Fastenaktion wirke auf die Gewissen der Bürger ein, mehr gegen Atomwaffen zu tun. Er führt weiter aus: "Und sie spricht die Gewissen der Soldaten an, den Zweifeln Raum zu geben und zu erklären, mit Atomwaffen nichts zu tun haben zu wollen." Engelke resümiert: "Die Atomwaffen abzuschaffen ist eine Aufgabe der Menschlichkeit. Wir alle sind als Menschheit gefordert: 'Wehrt euch! Leistet Widerstand!' (Karl Bechert, Atomphyskiker und Politiker)."

In der Mainzer Erklärung der Fastenden (s. Anhang), Lothar Eberhardt, Friedensgeschichts- und Erinnerungsaktivist, Berlin und Matthias-W. Engelke, Köln, wird dazu aufgerufen an jedem 9. eines Monats, zum Gedenken an die Vernichtung Nagasakis, in der Öffentlichkeit eine Aktion durchzuführen, z. B. Straßentheater, Unterschriften sammeln für den Atomwaffenverbotsvertrag oder eine Schweigezeit. 

Da die Weltuntergangsuhr in diesem Jahr von zwei Minuten auf 100 Sekunden vor Zwölf Uhr gestellt wurde, rufen die Fastenenden auf: "Stellt an jedem 9. eines Monats den Wecker auf 11.58 Uhr und 20 Sekunden und legt für 100 Sekunden die Arbeit nieder! Dies ist ein Zeichen dafür, dass wir ein atomwaffenfreies Deutschland wollen, ein atomwaffenfreies Europa, eine atomwaffenfreie Welt."

Dokumentation der Fastentage auf Facebook siehe die Haschtags:
#atomwaffenfreiewelt, #fastenmainz, #hibakuscha, #staedtegegenatomwaffen 

Die Fotos auf Facebook sind freigegeben bei Nennung der Quelle Lothar Eberhardt.

Hintergrundsinformationen auf dem Blog: Fastenkampagne.blogspot.de 

Alle Bilder stehen zur Veröffentlichung zur Verfügung bei Nennung der Quelle. Nicht gekennzeichnete Fotos stammen von Matthias-W. Engelke. 

ANSPRECHPARTNER:
Dr. Matthias-W. Engelke, Köln: 0157-87 313 098, distelwenk@gmail.com
Lothar Eberhardt, Berlin, 0176-42032610 lebgut@googlemail.com

Wir bitten die unterstehende Mainzer Erklärung zu beachten:

Mainzer Erklärung der Fastenden für den Abzug der Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika aus Deutschland, Büchel, vom 6. August 2020

Wir zwei Fastenden der 11. Internationalen Öffentlichen Fastenaktion bis zum Abzug der Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika aus Deutschland, Büchel, rufen auf:
"Wehrt euch! Leistet Widerstand!"

Das war der Leitspruch von Karl Bechert (1901-1981). Wir haben sein Werk und Leben auf der ersten Station der diesjährigen Fastenaktion kennengelernt. Er war Atomphysiker und warnte vor der militärischen und zivilen Nutzung der Kernenergie. Er wurde nicht gehört. Jetzt müssen wir und Generationen nach uns mit den Folgen leben. 

Wir rufen dazu auf: Geht auf die Straßen! Macht Aktionen, Straßentheater, sammelt Unterschriften für den Atomwaffenverbotsvertrag, macht eine Schweigezeit - an jedem 9. eines Monats, zum Gedenken an die Zerstörung Nagasakis vor 75 Jahren am 9. August 1945. Nagasaki soll die letzte Stadt sein, die durch eine Atomwaffe zerstört worden ist. 
Zeigt unserer Regierung: Die Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika lagern in Deutschland nicht in unserem Namen!

Die Amerikanische Zeitschrift der Atomwissenschaftler (Bulletin of the Atomic Scientists) hat am 24. Januar 2020 die Weltbedrohungsuhr von zwei Minuten auf 100 Sekunden vor Zwölf Uhr gestellt. Noch nie war die Gefahr eines Atomkrieges so hoch wie jetzt! Das widerspricht dem alltäglichen Bedrohungsgefühl. Wir ermuntern dazu, an jedem 9. eines Monats den Wecker auf 11.58 Uhr und 20 Sekunden zu stellen und für 100 Sekunden die Arbeit nieder zu legen! Dies als Zeichen dafür, dass wir ein Deutschland ohne Atomwaffen wollen. Wir wollen ein atomwaffenfreies Europa, eine atomwaffenfreie Welt. 
Die Atomwaffen abzuschaffen ist eine Aufgabe der Menschlichkeit. Wir alle sind als Menschheit gefordert:
"Wehrt euch! Leistet Widerstand!"

Lothar Eberhardt, Berlin, lebgut@googlemail.com
Matthias-W. Engelke, Köln, distelwenk@gmail.com
Mainz, am Hiroshima-Gedenktag, den 6. August 2020


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