Montag, 12. April 2021

Fastenaktion bis zum Abzug der Atomwaffen aus Deutschland (Büchel) vom 25. Juli bis 9. August 2021

 

12. Internationale Öffentliche Fastenaktion bis zum Abzug der Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika aus Deutschland (Büchel) vom 25. Juli bis 9. August

 

 

In Deutschland lagern immer noch Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Bundesregierung hält an der so genannten Nuklearen Teilhabe fest,

- obwohl sich mehr als 90% der Bevölkerung dagegen aussprechen, 

- obwohl sich die Bundesregierung mit dem Nicht-Verbreitungsvertrag verpflichtet hat, nicht in den Besitz von Atomwaffen zu kommen, 

- obwohl eine Anwendung von Atomwaffen unter Beachtung des Kriegsvölkerrechts definitiv nicht möglich ist, so befand der Internationale Gerichtshof  in Den Haag, IGH, am 8. Juli 1996, 

- obwohl seit Januar dieses Jahres der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft getreten ist,

- obwohl die Sowjetunion alle Atomwaffen aus der damaligen DDR abgezogen hat, hat die USA Atomwaffen in der BRD in Rheinland-Pfalz belassen und verletzt damit den Zwei-Plus-Vier-Vertrag; die Wiedervereinigung ist damit nicht vollzogen,

- obwohl die Lagerung, Androhung und Anwendung von Atomwaffen allen Grundsätzen der Humanität, der Gerechtigkeit (was das Überleben der Menschheit gefährdet, kann nicht gerecht sein) und der weltweit geläufigen Goldenen Regel (tue, was du willst, was andere dir tun sollen!) widersprechen. 

 

Damit sich mehr Bürgerinnen und  Bürger damit auseinandersetzen, warum immer noch gegen ihren Willen die Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland lagern und deutsche Soldaten ihren Einsatz proben und 

damit Bürgerinnen und Bürger auch in Uniform ermutigt werden ihrem Gewissen zu folgen und erklären, sich jeglichem Einsatz von Atomwaffen zu verweigern

 

findet in diesem Jahr die 12. Internationale Öffentliche Fastenaktion bis zum Abzug der Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika aus Deutschland/Büchel statt.

 

Solange die Atomwaffen immer noch in Deutschland lagern wird jedes Jahr ein Tag länger gefastet. Diese öffentliche internationale Fastenaktion begann am 2010 am 5. August und endet immer am Nagasaki-Gedenktag, dem 9. August. In diesem Jahr beginnt die Fastenaktion am 25. Juli.

 

Träger der Fastenaktion ist die Regionalgruppe des Internationalen Versöhnungsbundes Cochem-Zell/Initiativkreis gegen Atomwaffen. 

Die Fastenaktion in Emden findet statt in Zusammenarbeit mit dem Friedensforum Emden.

Die Fastenaktion in Köln findet statt in Zusammenarbeit mit

- der Regionalgruppe Köln des Internationalen Versöhnungsbundes

- dem Ausschuss für Ökumene und Weltverantwortung des evangelischen Kirchenkreises Köln-Nord,

- dem Hiroshima-Nagasaki-Arbeitskreis-Köln,

- Friedensforum Köln.

Die Dauerfastenden in diesem Jahr sind Lothar Eberhardt, Berlin und Pfarrer Dr. Matthias-W. Engelke, Köln.

Wer ganz oder teilweise mitfasten möchte ist herzlich dazu eingeladen dies unter

distelwenk@gmail.com anzugeben, wir veröffentlichen es auf dieser Webseite sowie unter https://www.facebook.com/Fastenaktion-f%C3%BCr-eine-atomwaffenfreie-Welt-112498820551336/

 

PROGRAMM

 

25. bis 27. Juli in Emden

 

Sonntag, den 25. Juli

vormittags

Gottesdienst in Zusammenarbeit mit dem Friedensforum Emden

nachmittags

Aufbau der Fastenzelte im Stadtpark

20.15 Uhr

Andacht zum Gedenken an Opfer des Hiroshima-Atombombenabwurfs

 

Montag, den 26. Juli

8.15 Uhr

Andacht zum Gedenken an Opfer des Hiroshima-Atombombenabwurfs

am Nachmittag evtl.

Schweigezeit für ein atomwaffenfreies Deutschland in Europa

20.15 Uhr

Andacht zum Gedenken an Opfer des Hiroshima-Atombombenabwurfs

 

Dienstag, den 27. Juli

8.15 Uhr

Andacht zum Gedenken an Opfer des Hiroshima-Atombombenabwurfs

mittags

Abbau und Umzug nach Köln

 

Mittwoch, den 28. Juli

Pressearbeit

 

29. bis 31. Juli in Köln-Longerich

vor dem Personalamt der Bundeswehr

Militärringstraße 1000

50737Köln-Longerich

 

Donnerstag, den 29. Juli

20.15 Uhr

Andacht zum Gedenken an Opfer des Hiroshima-Atombombenabwurfs

 

Freitag, den 30. Juli

8.15 Uhr

Andacht zum Gedenken an Opfer des Hiroshima-Atombombenabwurfs

tagsüber:

Programm mit Künstlerinnen und Künstlern aus Köln, nähere Angaben auf dieser Webseite


20.15 Uhr

Andacht zum Gedenken an Opfer des Hiroshima-Atombombenabwurfs

abends

evtl. Filmaktion mit Filmen zum Thema

 

Samstag, den 31. Juli

8.15 Uhr

Andacht zum Gedenken an Opfer des Hiroshima-Atombombenabwurfs

mittags

Abbau

 

Sonntag, den 1. August

10.45 Uhr

Friedens-Gottesdienst in der Immanuelkirche zu Köln-Longerich, Paul-Humburg-Straße 7-11, 50737 Köln

 

 

2.-4. August in Köln-Wahn

vor dem Luftwaffenamt der Bundeswehr,

Flughafenstraße 1, 51147 Köln-Wahn

 

Montag, den 2. August

20.15 Uhr

Andacht zum Gedenken an Opfer des Hiroshima-Atombombenabwurfs

 

Dienstag, den 3. August

8.15 Uhr

Andacht zum Gedenken an Opfer des Hiroshima-Atombombenabwurfs

tagsüber:

Programm mit Künstlerinnen und Künstlern aus Köln, nähere Angaben auf dieser Webseite

20.15 Uhr

Andacht zum Gedenken an Opfer des Hiroshima-Atombombenabwurfs

abends

evtl. Filmaktion mit Filmen zum Thema

 

Mittwoch, den 4. August

8.15 Uhr

Andacht zum Gedenken an Opfer des Hiroshima-Atombombenabwurfs

 

Donnerstag, den 5. August

Pressearbeit

 

 

6. August – Roncalli-Platz Hiroshima-Gedenkfeier

 

Freitag, den 6. August

Hiroshimagedenktag – Mitwirkung bei der Gedenkfeier am Roncalliplatz, Köln

 

Samstag, den 7. August

Pressearbeit

 

 

8.-9. August 24-stündiges Dauergebet vor dem Atomwaffenlager Büchel

 

Sonntag, den 8. August

11.02 Uhr

Beginn des 24-stündigen Dauergebetes

mit Liedern, Gebeten, Gottesdiensten, Filmausschnitten, Lesungen

18-20 Uhr:

„Anstößig anstoßen“ mit Wein vom Winzer Wolfgang Antoni bei Musik u.a. von Peter Hohlweger

 

 

Montag, den 9. August – Nagasaki-Gedenktag

10.00 Uhr bis 11.02 Uhr

Gedenkfeier für die Opfer des Atombombenabwurfs auf Nagasaki

 

im Anschluss:

Fastenbrechen

 

An alle Künsterlerinnen und Künstler und

Menschen guten Willens in Köln

 

Am Freitag, den 30. Juli vor dem Personalamt und am Dienstag, den 3. August vor dem Luftwaffenamt  sind Kunstschaffende und/oder Mitchristen  eingeladen, ihren Protesten gegen die Atomwaffen gewaltfrei Ausdruck zu verleihen:

- durch eine Kunstaktion, 

- einen Auftritt, 

- ein Familientreffen, das dorthin verlegt wird, 

- ein Kasperletheater, eine Spieleaktion …oder

- eine Andacht oder einen Gottessdienst

etc. 

Interessenten melden sich bitte bei Matthias-W. Engelke, Hildengasse 6, 50769 Köln-Merkenich, 0157-87 313 098, distelwenk@gmail.com

 

Weitere Informationen zur Fastenaktion auch unter

https://www.facebook.com/Fastenaktion-f%C3%BCr-eine-atomwaffenfreie-Welt-112498820551336/

Sonntag, 28. März 2021

Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft - Der Stuhl für Deutschland ist leer - wie lange noch?

Am 22. Januar trat der UN-Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen in
Kraft – nachdem ihn Honduras als 50. Staat ratifiziert hatte. Mittlerweile sind noch mehr Länder hinzugekommen. Aber Deutschland nicht.
 
Mit Freundinnen und Freunden der Friedensarbeit haben wir vor dem Bundeskanzleramt gefeiert, dass ab diesem Tag der Atomwaffenverbotsvertrag gilt. Auch für Deutschland.

Das Inkrafttreten des Vertrages ist ein historischer Erfolg und ein wesentlicher Schritt zur Abschaffung der Atomwaffen. Jetzt gilt es, die Bundesregierung unter Druck zu setzen, dem Abkommen beizutreten, damit auch in Deutschland Atomwaffen verboten sind und die Atomwaffen der Vereinigten Staaten von Amerika aus Deutschland (Büchel) abgezogen werden.

Bilder zur Feier in Berlin:

Dreitägiges Solidaritätsfasten für Ruslan Kotsabe

Vom 20. bis 22. Januar 2021 hielten Lothar Eberhardt, Berlin, und Dr. Matthias-W. Engelke, Köln, ein dreitägiges Solidaritätsfasten für Ruslan Kotsaba. Er hatte in der Ukraine zur Kriegsdienstverweigerung aufgerufen, die in diesem Land rechtlich nicht geregelt ist. Diese Tat wurde kriminalisiert und er muss sich vor Gericht dafür verantworten. Vor der Botschaft der Ukraine in Berlin fand am Verhandlungstag eine Solidaritätsaktion statt.

Zur Aktion:

https://www.youtube.com/watch?v=UVa3fFDuoCA

Zum inhaltlichen Hintergrund und für weitere Informationen:

Dienstag, 19. Januar 2021

Gau-Algesheimer Stadtnachrichten -

Der Beginn der Fastenaktion fand in Gau-Algesheim eine interessante Nachlese:

Gau-Algesheimer Stadtnachrichten vom 6. August 2020, S. 6.



Spektakuläre Friedensaktion gegen Atomwaffen

Auf Einladung der Sozialdemokratischen Bildungsinitiative Gau-Algesheim (SBi) hat der evangelische Pfarrer und Friedenstheologe Dr. Matthias W. Engelke seine diesjährige internationale „Fastenaktion für den Frieden und gegen Atomwaffen“ auf dem Marktplatz in Gau-Algesheim begonnen. Seit nunmehr 10 Jahren demonstriert er - zusammen mit Freunden aus aller Welt - öffentlich an unterschiedlichen Orten in seinem „Fastenzelt“ gegen die nukleare Bedrohung, insbesondere gegen die Stationierung der Atombomben in Büchel. Aufgrund der räumlichen Nähe zu Büchel als einem potentiellen Standort eines nuklearen Angriffs seien gerade auch Gau-Algesheim und seine Bürgerinnen und Bürger erheblich gefährdet.

Die Fastenaktion endet immer am Jahrestag des Atombombenabwurfs am 9. August auf Nagasaki. Wie seine Frau Beate Engelke dazu bemerkte, sei dieser zweite Abwurf noch schlimmer als der erste auf Hiroshima am 6. August zu bewerten, da man die verheerenden Auswirkungen mit Tausenden von Toten und langfristig geschädigten Menschen sowie die dramatische Zerstörung der Umwelt deutlich erkennen konnte. „Beide Atombombenabwürfe waren und bleiben ein Verbrechen an der Menschheit“, so deren Fazit. Jahr für Jahr verlängert Dr. Engelke seine Fastenzeit um 1 Tag, solange bis die in Büchel gelagerten Atombomben vollständig aus Deutschland abgezogen sind. Wie er dazu anmerkte, ließe sich das militärisch genutzte Büchel-Gelände perfekt als Standort für ein Energiezentrum für nachhaltige Wasserstofftechnologie und damit gewinnbringend für die Gesellschaft einsetzen.

Zur Eröffnung der Fastenkampagne hatte der SBi-Vorsitzende Klaus Leibenath auf das langjährige Engagement der SBi hingewiesen. Bereits 1988 hatte die SBi unter dem Titel „Hiroshima mahnt – Nie wieder Krieg“ mehrere Aktionen durchgeführt. Der


Beigeordnete der Stadt, Dr. Rolf Meier, sprach der SBi und dem Ehepaar Engelke den Dank der Stadtführung für ihr besonderes Engagement aus. So habe die SBi angeregt, dass die Stadt schon im Jahr 1986 der Organisation „Bürgermeister für den Frieden“ beigetreten ist und sich 2019 dem ICAN-Städteappell angeschlossen habe, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, die UN-Resolution zum weltweiten Verbot von Atomwaffen zu unterzeichnen und damit dazu beizutragen, dass dieser UN-Beschluss für alle Staaten verbindlich wird.

Den Mittelpunkt der Aktionen von Dr. Engelke stellten die Gedenkfeiern mit Andachten dar, die in Erinnerung an die Uhrzeit des Bombenabwurfs auf Hiroshima immer um 8.15 Uhr morgens und abends stattfanden. Thematisch standen sie unter dem Motto „Die eine Menschheit!“; damit sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass die nukleare Bedrohung ein globales Phänomen ist und mit ihrer Zerstörungskraft alle Menschen dieser Erde gleichermaßen betrifft. Er erinnerte dabei an eine Aussage von Papst Franziskus, dass es keine „Globalisierung der Gleichgültigkeit“ geben dürfe. Seine Beiträge aus der Bibel und anderen Schriften führten bei den Zuhörern zu einer besonderen nachdenklichen Stimmung. Sinnbildlich für die Bedrohung zeigte er ein Bodenplakat als Weltkarte mit den Standorten der „nuklearen Kette“, vom Uranabbau bis hin zu den zerbombten Städten. Beeindruckend waren auch die Bilder von Opfern der Atombombenabwürfe, die Dr. Engelke von Überlebenden der Katastrophe, genannt „Hibakusha“, erhalten hatte. Als musikalischen Beitrag spielte er auf seiner Geige kirchliche Lieder, die von den Zuhörern corona-bedingt nur mitgesprochen und gesummt und nicht gesungen wurden.

Im wahrsten Sinne „plakativ“ war die Bildung eines Schweigekreises, in dem die Teilnehmer ihren individuellen Grund, warum sie Atombomben ablehnen, auf ein Plakat geschrieben hatten. In handschriftlichen Briefen an die Bundeskanzlerin und den Chef des Jagdbombengeschwaders in Büchel machte Dr. Engelke auf seine Aktionen aufmerksam, die von der Mehrheit der Menschen getragen würden. Es sei daher wichtig, dass sich diese Mehrheit auch Geltung und Gehör bei den politisch Verantwortlichen verschaffe.

Im Rahmenprogramm hatte die SBi einen Besuch des Gedenksteins von Prof. Karl Bechert auf dem Friedhof und eine Besichtigung der Plakatausstellung zur Arbeit von


Karl Bechert und seiner Zusammenarbeit mit dem Friedensnobelpreisträger Prof. Albert Schweitzer organisiert; hier übernahmen Klaus Leibenath und Günter Frey für den SBi-Vorstand die Erläuterungen.

Insgesamt äußerte sich Dr. Engelke sehr positiv zum Verlauf der Aktion, die mitten auf dem Marktplatz viel Aufmerksamkeit gefunden und damit die Bürgerinnen und Bürger für dieses wichtige Thema weiter sensibilisiert habe; dies habe sich auch bei den zahlreichen persönlichen Kontakten, der Resonanz auf die Unterschriftenaktion zum UN-Verbotsabkommen für Atomwaffen und dem Spendenergebnis gezeigt. Wer seine Aktion in Gau-Algesheim, Mainz und Büchel weiterverfolgen will, kann dies im Internet unter „fastenkampagne.blogspot.com“ tun.

Gau-Algesheimer Stadtnachrichten vom 6. August 2020, S. 7.


24-Stunden-Dauergebet vor dem Atomwaffelager Büchel - 8. bis 9. August 2020

Zum Abschluss der diesjährigen Fastenaktion fand vor dem Haupteingang zum Atomwaffenlager Büchel ein 24-stündiges Dauergebet statt.

Einfahrt zum Atomwaffenlager Büchel. Foto: Lothar Eberhardt, Berlin

Dauergebet vorm Atomwaffenlager Büchel zum Abschluss der Fastenaktion. Foto: Lothar Eberhardt, Berlin

Beate Engelke läutete die Chorweiler Friedensglocke und berichtete von der Chorweiler Friedenserklärung.

Beate Engelke mit der Chorweiler Friedensglocke. Foto: Lothar Eberhardt, Berlin
Leider war es wegen der Corona-Maßnahmen nicht möglich das Original nach Büchel auszuleihen, so erklang eine Nachbildung.

Der Komponist und Musiker Adrian Oswalt, Tübingen spielte alle zwei Stunden ein Lied aus seiner Komposition "12 x Frieden. Konzert für Frieden aus 12 Religionen".

Adrian Oswalt, Tübingen, Komponist und Musiker mit 12 Liedern aus 12 Weltreligionen. Foto: Lothar Eberhardt, Berlin
Verschiedene Beiträge lösten einander ab.

24-stündiges Dauergebet vor dem Atomwaffenlager. Foto: Lothar Eberhardt, Berlin
Auf dem Kreisverkehr, direkt gegenüber der Einfahrt, mahnte Rainer Schmid: "Atomwaffen abschaffen - jetzt!"

Rainer Schmidt, Aalen: "Atomwaffen abschaffen - jetzt!" Foto: Lothar Eberhardt