Sonntag, 4. Februar 2024

„À DEUX ADIEU ATOMWAFFEN“ - Die Kernschmelze der Barmherzigkeit. Aufruf zur Gründung von Zweiergemeinschaften

 

Die Kernschmelze der Barmherzigkeit

„À DEUX ADIEU ATOMWAFFEN“

Aufruf zur Gründung von verbindlichen Zweier-Gemeinschaften

 

 

In Europa herrscht Krieg.

Zum zweiten Mal seit 1945.

Die Lektion des Kosovo-Jugoslawienkrieges 1999 wurde nicht gelernt. Im Gegenteil:

Die Verachtung des Völkerrechts durch die Vereinigten Staaten von Amerika und der NATO 1999 und im Krieg gegen Afghanistan und gegen den Irak 2001-2021 hat Schule gemacht. Das System der gegenseitigen kollektiven Sicherheit durch die Vereinten Nationen und die OSZE wurde so lange geschwächt und ihr die Unterstützung entzogen, bis es versagte und viele Menschen aus dem Erschrecken über den Angriff Russlands auf die Ukraine Waffenlieferungen fordern. Dabei steht die Welt am Rande eines großen Krieges, der schon jetzt für Menschen in Armut und Not weltweit herrscht (Papst Franziskus).

Eine beabsichtigte oder unbeabsichtigte Konfrontation Russlands mit der NATO würde einen neuen Weltkrieg hervorrufen mitsamt dem verheerenden und das gesamte Leben von Mensch und Mitwelt bedrohenden Einsatz von Atomwaffen. Auch nur ein Einsatz von Atomwaffen aus Versehen wäre unverzeihlich.

Der Wunsch nach Sicherheit ist mehr als verständlich.

Die Menschen in der Ukraine suchen Schutz. Und zugleich fehlt vielen Menschen im Westen die Empathie sich in die Sicht Russlands zu versetzen, sich vorzustellen, wie es für sie wäre sich von einer Kette von Militärstützpunkten einer ihnen nicht freundlich gesinnten Weltmacht umgeben zu sehen.

Viele treibt so die Angst um und suchen ihr Heil in Waffen, wenn nicht gar in Atomwaffen.

Dabei wird übersehen, welches Leid sich Menschen mit Waffen und Atomwaffen speziell anderen und auch sich selbst zufügen.

Leid, das bei den Überlebenden noch nach Generationen präsent ist.

Jedoch geben selbst die stärksten aller Waffen, die Atomwaffen, keinen Schutz vor Kriegen und Krisen, wie die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Indien und Pakistan, China und Indien und der Krieg im Gaza zeigen.

Ohnmacht und Angst treiben auf einen Krieg zu, seine Gewalt wird als rettend und erlösend ersehnt. In Wirklichkeit feiert darin die Gewalt die Gewalt und der Tod den Tod.

 Wir wollen mit diesem Aufruf die stärksten menschlichen Kräfte für die eine Menschheit und eine Kultur der Gewaltfreiheit aufbieten begleitet von Gebet und Bitten aller Menschen guten Willens:

 

Die Kernschmelze der Barmherzigkeit:

Zwei Menschen, die sich darin einig geworden sind,

bilden eine verbindliche Gemeinschaft („Orden“).

Sie widmen sich regelmäßig folgenden drei Aufgaben:

- Zwei Tage öffentlich Fasten bis zum Abzug aller Atomwaffen aus ihrem Land:
„À DEUX ADIEU ATOMWAFFEN“

- Öffentliche Sorge um Deponien mit verstrahlten Material

- Bereitschaft zu alltäglichen Diensten für gelingendes Leben in der eigenen Umgebung

 

Zur Erläuterung:

Barmherzigkeit meint die Erfahrung, dass sich einem – etwa auf Grund einer Not – die Eingeweide zusammen ziehen, und dies einem keine andere Wahl lässt als das zu tun, was die Not wendet. Es geht nicht um Wohltätigkeit, die ein Gefälle vom Gebenden zum Empfangenden zementiert, sondern darum die gemeinsame Augenhöhe zu finden, es geht um empowerment, die Feier des Lebens!

 

Die verbindliche Gemeinschaft („Orden“) beruht auf Freiwilligkeit. Darum kann sie genauso befristet wie unbefristet eingegangen werden und endet demgemäß sobald eine der beiden Personen ihre/seine Einwilligung in diese Gemeinschaft – auch ohne Angabe von Gründen, wie es die Freiwilligkeit gebietet –  zurückzieht.


Mit der Bereitschaft zu alltäglichen Diensten in der eigenen Umgebung zeigen wir, dass wir uns mit dieser verbindlichen Gemeinschaft („Orden“) so verstehen, dass wir in den Dienst für die eine Menschheit treten. Wir wollen in unserem Alltag Zeichen dafür setzen, dass der Frieden und die Liebe da sind und unausweichlich das letzte Wort behalten werden. Das kann schon jetzt in Ansätzen so gezeigt werden wie es Jesus aus Galiläa mit seiner Reich-Gottes-Botschaft tat.

 

An vielen Orten in ganz Europa und darüber hinaus wird Atommüll und nuklear verseuchtes Material gelagert. Das Wissen darum muss über Generationen immer weiter gegeben werden, um Mensch und Mitwelt vor den Gefahren des radioaktiven Materials zu schützen. Ein Orden hat die Möglichkeit über die Zeit der Gründungsgeneration hinaus Bestand zu haben. Die verbindliche Gemeinschaft („Orden“) zu der hier aufgerufen wird, widmet sich dieser Aufgabe. Ihre Zweier-Gemeinschaften sammeln und veröffentlichen Material über radioaktiv verseuchte Deponien in ihrer Nähe und erinnern regelmäßig die dafür Verantwortlichen an ihre Aufgaben. Das wird dokumentiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Mindestens an zwei Tagen hintereinander einmal im Jahr findet ein öffentliches Fasten für den Abzug aller Atomwaffen aus dem eigenen Land statt. Dieses Fasten kann jedes Jahr um weitere Doppeltage in anderen Monaten ausgedehnt werden. Dieses Fasten kann vor Militäreinrichtungen oder in Innenstädten stattfinden. Sie zeigen, wie ernst und dringend es ist, sich dafür einzusetzen, dass alle Atomwaffen abgerüstet und verschrottet werden. Am 8./9. August – dem Nagasaki-Gedenktag – beginnend im Jahr 2024 findet ein Treffen der Zweier-Gemeinschaften vor den Toren von Atomwaffenstützpunkten, in Deutschland vor dem Atomwaffenlager Büchel, statt:

„À DEUX ADIEU ATOMWAFFEN“

 Interessentinnen und Interessenten mögen sich wenden an:

Reinhard Bergholz 0176 5248 3089

oder

Pfarrer Dr. Matthias-W. Engelke – Hildengasse 6 – 50769 Köln – distelwenk@gmail.com
0157-87 313 098

 

HIER kann die Liste der Uran-Deponien in Deutschland eingesehen werden:

https://www.evernote.com/shard/s331/sh/964d779d-9aab-c3af-1ce5-6fdc1207f981/d72X52soZEY5GiDtoV0K94HOSmo-mr2TlA0P3uuRZh-Ijg1AG7IkeQW30g

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